Lebensqualität bei Asthma

Patienten mit unkontrolliertem schwerem Asthma sind fast ständig in ihren Alltagsaktivitäten und ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Auf der Veranstaltung wird geraucht, nicht jede Sportart ist geeignet, die Bäume und Gräser blühen. Wer über mehrere Jahre mit schwerem Asthma lebt, kann ein Lied davon singen, in wie vielen Situationen er nicht dabei sein konnte oder mitmachen durfte.

Soziale Auswirkungen

Schwere Asthmatiker unterliegen einem erhöhten Risiko, aufgrund von Exazerbationen in eine Klinik eingewiesen zu werden oder die Notaufnahme aufsuchen zu müssen. Die häufigen Fehlzeiten in der Schule oder am Arbeitsplatz führen in vielen Fällen zu sozialer Ausgrenzung.

Psychische Folgen

Manche Erkrankte oder auch Eltern erkrankter Kinder werden durch die Angst vor dem nächsten Anfall unsicher und sehr vorsichtig. Dies und auch der körperliche Leistungsabfall durch die Erkrankung können dazu führen, dass sich die Patienten schonen und dadurch noch weniger leistungsfähig werden. Der innere Antrieb sinkt und Gefühle von Niedergeschlagenheit können vermehrt auftreten.

Zu den körperlichen können also auch psychische Probleme hinzukommen. Besonders Depressionen und Angststörungen sind bei Asthmapatienten häufig. Wie Studien zeigen, kann dies den Verlauf der Erkrankung negativ beeinflussen. Insbesondere bei Patienten mit unzureichender Asthmakontrolle sollte die Aufmerksamkeit des behandelnden Arztes daher gezielt auch der psychosozialen Situtation gelten.

 

Asthma und Lebensqualität

Abb. 1 Die Lebensqualität von Familien mit Kindern, die unter Asthma leiden, ist in vielen Bereichen erheblich beeinträchtigt. (Quelle: Gustafsson et al. Effect of asthma in childhood on psycho-social problems in the family. J Psychosom Res. 2002 Dec; 53(6):1071-5.)